HDR Detmold

Wahlpflichtdifferenzierung ab Klasse 7

Hier finden Sie Informationen zu den Inhalten der einzelnen Fächer innerhalb der Wahlpflichtdifferenzierung ab Klasse 7.

 

 


 

Biologie

Vorstellung des Faches Biologie als Klassenarbeitsfach (Wahlpflichtbereich I)

Biologie ist ein seit Klasse 5 bekanntes Fach. Wo liegen jetzt die Unterschiede zum Biokurs?

Formales: Naturwissenschaftlich-technischer Schwerpunkt:
Biologie als Neigungsschwerpunkt und Klassenarbeitsfach in den Jahrgangsstufen 7-10 mit 3 Wochenstunden
Inhalte: Biologie: "Lehre von der belebten Natur", umfasst im Wahlpflichtunterricht der Jahrgangsstufen 7,8,9 und 10 insgesamt 13 Themenkreise, wobei gesundheits- und umwelterzieherische Aspekte im Vordergrund stehen:

Themenübersicht Biologie WP I

 

Klasse 7

  • Gesundheit, Krankheit, Stress
  • Gesunde Ernährung
  • Alkohol / Nikotin
  • Erste Freundschaft

 

Klasse 8

  • Blut, Herz, Kreislauf
  • Atmung / Lunge
  • Bewegung und Fitness
  • Familienplanung (Verhütung, Schwangerschaft, Geburt)

 

Klasse 9

  • Sinnesorgane (Auge, Ohr, Haut)
  • Vom Reiz zur Reaktion
  • Neurophysiologie
  • Regelungsvorgänge
  • Suchtprophylaxe
  • Lernen
  • Verhalten

 

Klasse 10

  • Grundlagen der Vererbung
  • Vererbung beim Menschen
  • Grundlagen der Molekulargenetik
  • Gentechnologie
  • AIDS / Sexualkunde
  • Evolution
  • Tierische und pflanzliche Zellen
Methoden: Experimente, Mikroskopieren, Präparieren, Zeichnen, Exkursionen, Referate, Nutzung neuer Medien (Internet) zur Informationsbeschaffung
Medien: Lebende und tote Objekte, Modelle, Filme, Dias, Computer, Bücher, Arbeitsblätter, Folien etc.
Anforderungen/
Zielsetzung:
Selbstständiges und handlungsorientiertes Lernen (forschend-entdeckend)
Leistungs-
bewertung:
  • mündliche Mitarbeit (freie Beiträge, Wiederholungen)
  • Durchführung naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen
  • Referate
  • Führung einer Arbeitsmappe
  • Schriftliche Leistungskontrolle (2-3 Klassenarbeiten pro Halbjahr, zusätzliche Biologietests)

Was heißt das jetzt im Klartext?

  • Biologie ist ein Fach für SchülerInnen, die Interesse an der Natur haben und gern neue Dinge entdecken und erforschen.
  • Man sollte eine befriedigende oder bessere Vorleistung in Biologie haben.
  • Biologie ist empfehlenswert für folgende Berufszweige: PTA, MTA, Tierarzthelfer, Landwirtschaft, Gartenbau, Förster, Lebensmitteltechnik, Ökotrophologie, Labor, Getreideforschung etc.
  • Auch wenn man nicht Biologie als Kursfach wählt, hat man das Fach trotzdem in den Klassen 7, 9 und 10 - allerdings bei weitem nicht so intensiv!

 

 


 

Französisch

Warum eine zweite Fremdsprache an der Realschule?

Was ist das Tolle an Französisch?

 

Frankreich

  • ist der größte westeuropäische Staat
  • ist unser direkter Nachbar
  • ist unser wichtigster Handelspartner in Europa
  • steht mit Deutschland in besonders intensivem kulturellen Austausch (u.a. über die Partnerstädte)
  • ist sehr beliebt als Urlaubsland

Die französische Sprache

In Europa

  • wird außer in Frankreich noch in Teilen Belgiens, der Schweiz, in Luxemburg, Andorra und Monaco Französisch gesprochen
  • ist Französisch nach Englisch die meistgelernte Fremdsprache

Weltweit

  • gibt es 55 französischsprachige Staaten
  • sprechen 131 Mio. Menschen Französisch, 72 Mio. davon als Muttersprache
  • ist Französisch Arbeitssprache in nahezu allen internationalen Organisationen (UNO, UNESCO, Europarat)

Französisch

  • ist Brückensprache und erleichtert den Zugang zu den anderen romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch und Portugiesisch
  • ist leichter als man denkt

Wortbedeutung aus dem Englischen ableitbar :

   arriver - to arrive
   forêt - forest
   changer - to change
   dangereux - dangerous

Wortbedeutung aus Wortfamilien ableitbar:

   fête (Fest) - fêter (feiern)
   entrée (Eingang) - entrer (eintreten)

 

Warum eine zweite Fremdsprache an der Realschule?

  • Schulzeit ist "Sprachenlernzeit":
    Je früher wir eine Fremdsprache erlernen, desto leichter fällt es uns.
  • Die zweite Fremdsprache ist eine wichtige Zusatzqualifikation für viele Berufe (Außenhandelskauffrau, Reisekaufmann usw.) Sie kann das "Extra" sein, mit dem man sich von Mitbewerbern absetzt.
  • Eine Voraussetzung für den Erwerb des Abiturs ist erfüllt.

Zum Unterricht

  • "normaler" Sprachunterricht mit Themen wie Freizeitaktivitäten, Freundschaft, Naturschutz usw.
  • Einblicke in die Lebensbedingungen des anderen Landes
  • Kursfahrt nach Paris
  • drei Unterrichtsstunden pro Woche
  • sechs Kursarbeiten pro Schuljahr

Französisch ist

  • das Tor zur Kultur und Lebensweise unserer Nachbarn
  • eine wichtige Zusatzqualifikation für viele Berufe
  • und eine schöne Sprache!

 

 


 

Informatik

Informatikunterricht WP-Bereich Klasse 7 - 10

Die Schüler lernen

  • Anwendungen der IuK-Technologie
    (Informations- und Kommunikations-Technologie)
  • Grundstrukturen
  • Funktionen
  • Auswirkungen

Die Vorgehensweise ist oft projektorientiert.

Es wird theoretischer Unterricht sowie praktischer Unterricht am Rechner durchgeführt.

 

Themen Klasse 7:

  • Was ist Informatik
  • Computer - ein Arbeitsgerät (Aufbau)
  • Innenleben eines PC
  • Hardware/Software/EVA-Prinzip
  • Dualsystem/Interne Darstellung im PC
  • PC-Tastenkombinationen
  • Textformatierungen (Tabellen etc.) z.B. Zeitungsseite erstellen
  • Paint Malprogramm
  • Expertensysteme, Baumdiagramme
  • Geschäftsbriefe, Din-Normen, Bewerbungsschreiben
  • Geschichte der Datenübermittlung, Kommunikation, Codes
  • Netze, Dienste, Internet
  • Umgang mit dem Internet (Netiquette, Gefahren, Rechte)
  • Einstieg in html

Themen Klasse 8:

  • Datenverwaltung auf Datenspeichern
  • Tabellenkalkulation, Grundlagen, ausgewählte Funktionen, Diagramme
  • Betriebswirtschaftliche Anwendungen, mathematische Anwendungen, Zufallszahlen etc.
  • Datensicherheit, Datenschutz
  • Umgang mit dem Internet
    ("Nicht alles, was geht ist auch erlaubt!", "Karrierefalle Internet")
  • Grafikprogramme / Bildbearbeitung
  • Erweiterungen html, Anwendung, Projekt
  • html frames, Impressum, gesetzliche Bestimmungen und soziale Aspekte
  • Komplexere Anwendungen der Tabellenkalkulation

Themen Klasse 9:

  • Algorithmen, Programmstrukturen
  • Darstellungsformen von Programmabläufen: PAP, Struktogramm, Pseudo-Code
  • Erste Programmierungen in LOGO (Grafik)
  • Erstellung und Vortrag von Präsentationen (OpenOffice Impress)
  • Theorie Datenbanken
  • Anwendungen am Beispiel OpenOffice Base
    Tabellen, Abfragen, Formulare, Berichte innerhalb eines Projektes
  • Erstellung von Bedienungsanleitungen
  • Komplexere Anwendungen der Tabellenkalkulation

Themen Klasse 10:

  • Wiederholung Algorithmen, Darstellungsformen
  • Prozeduren mit Parameterübergaben
  • Bearbeitung div. mathematischer Probleme und Programmierung der Lösungen in LOGO
  • Komplexere Programmobjekte
  • Filmbearbeitung
  • Modellbildung/Simulationssysteme (Anwendung Tabellenkalkulation)
  • Projektarbeit

 


 

Sozialwissenschaften

"Oberbegriff für diejenigen wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit dem Zusammenleben von Menschen und den ihm zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten beschäftigen ( Politikwissenschaften, Wirtschaftslehre, Erziehungswissenschaften, Sozialpsychologie, ...)..."

(Schüler-Duden Politik und Gesellschaft )

Themen Klasse 7

  1. Massenmedien
    (Rundfunk, Presse, Fernsehen - Aufgaben; Chancen und Gefahren)
  2. Grundlagen der Wirtschaft
    (Bedürfnisse, Güter; Marktlehre; Ökonomisches Prinzip)
  3. Werbung und Verbraucherschutz
    (Ziel; Gestaltungskriterien; Der Verbraucher und sein Recht; Verschuldung)
  4. "Rund ums Geld"
    (Entwicklung; Funktionen; Fälschungsschutz)
  5. Armut (Kennzeichen; Armut in Deutschland)
  6. Freizeit und Freizeitgestaltung (Freizeit in Lippe; Freizeitträume und -realität; Urlaub/Urlaubsplanung)

Themen Klasse 8

  1. Soziale Marktwirtschaft
    (Funktionsweise; Vergleich mit freier Markwirtschaft und Planwirtschaft; Verdienstarten; Steuerklassen; direkte und indirekte Steuern)
  2. Bargeldloser Zahlungverkehr (Voraussetzungen; Formen; ...)
  3. Vorurteile, Frustration, Aggression
    (Begriffe; Aggressionstheorien; Bsp. Fußballstadion, Schule, Straßenverkehr)
  4. Jugendkriminalität
    (Ursachen; Jugendgerichtsbarkeit; Jugendstrafgesetz)
  5. Recht und Rechtsstaat
    (Strafprozessordnung; Rechtsmittel)

Themen Klasse 9

  1. Das Sozialversicherungssystem
    (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherung; Entwicklungstendenzen)
  2. Unternehmen und Arbeit
    (Der Betrieb; Unternehmensformen; Arbeitsalltag; Tarifverhandlungen; Arbeitskampf)
  3. Arbeitslosigkeit
    (Ursachen; Bedeutung für Betroffene; Statistiken; Arbeitslosengeld; Hartz IV)
  4. Neue Technologien
    (Entwicklungsstand; Computerintegrierte Fertigung; Auswirkungen auf die Arbeitsplatzsituation)
  5. Dritte/Vierte Welt
    (Nord-Süd-Gefälle; Merkmale; Ursachen der Unterentwicklung; Entwicklungshilfe)

Themen Klasse 10

  1. Terrorismus (Kennzeichen; Ziele; Beispiele)
  2. Frieden und Sicherheit
    (Bundeswehr; Wehrpflicht; Wehrdienst / Zivildienst; NATO; UNO)
  3. Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftsziele
    ("Magisches Viereck"; Konjunktur)
  4. Konjunktursteuerung durch Staat und Bundesbank / EZB
    (Wirtschaftspolitik des Staates; Steuerungsinstrumente der EZB)
  5. Globalisierung
    (Begriff; Welthandel; Organisationen; Standortvergleiche; Stand der Entwicklungsländer)

 

 


 

Technik

Technik als Differenzierungsfach

Im Gegensatz zu den anderen Diff-Fächern wird TC in Theorie und Praxis erteilt, deshalb ist dieses Fach besonders für Schüler/Innen geeignet, die einen handwerklich-technischen oder einen zeichnerischen Beruf ergreifen möchten. Darüber hinaus vermittelt das Fach gute Grundlagen, um sich in einer technisierten und industrialisierten Welt orientieren zu können.

Nach unseren Erfahrungen haben die Schüler am Ende der Realschulzeit gute Kenntnisse, um ihren beruflichen Werdegang fortzusetzen. z.B als Lehrling oder auf Fachschulen wie dem Bonhöferkolleg oder dem Lüttfeldberufskolleg.

Wer ist für den Technikunterricht geeignet- was erwarten wir von den Schülern?

  • Technikunterricht ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet
  • sie sollten geduldig und ausdauernd sein, mit einem Anspruch an das eigene Leistungsvermögen
  • befriedigende Leistungen in Mathe /Physik sind wünschenswert
  • den umsichtigen Umgang mit Maschinen , Werkzeugen und Materialien
  • die Bereitschaft, gleichwertig im Team zu arbeiten d.h. ich trage meinen Teil zum Gelingen einer Arbeit bei und nicht: die anderen machen das schon
  • das Führen von Hausheften, Lernen und Anwenden von Fachbegriffen, es werden 5 Klassenarbeiten geschrieben, TC ist versetzungswirksam
  • es entstehen Materialkosten ca. 10 Euro pro Jahr
  • wir arbeiten mit Holz, Metall und Kunststoff
  • wir schulen die handwerkliche Geschicklichkeit
  • wir blicken in die Arbeitswelt früher und heute
  • wir unterstützen die Berufswahlfähigkeit